12. Juni 2026 · 4 Min. Lesezeit · Aktualisiert am 12. Juni 2026
Roggenbrot oder Weizenbrot? Der ehrliche Vergleich aus der Backstube
Roggen oder Weizen – was ist besser? Kommt darauf an, wofür: Aroma, Frischhaltung, Bekömmlichkeit und Einsatz am Tisch im Vergleich, mit Beispielen aus dem Oehme-Sortiment.
Ralf Oehme
Geschäftsführer, Oehme Brot & Kuchen GmbH
Roggenbrot schmeckt kräftig und hält tagelang frisch; Weizenbrot ist mild, luftig und am Backtag unschlagbar – die kurze Antwort auf eine Frage, die an jeder Theke fällt. Die längere Antwort entscheidet sich an drei Punkten: Geschmack, Frischhaltung und Verwendung.
Geschmack & Charakter
Roggen bringt von Natur aus mehr Aroma und braucht Sauerteig, um backfähig zu werden – deshalb schmecken Roggenbrote wie Oehmes Roggen (100 % Roggen) oder das Urstück (81 % Roggenanteil) herzhaft und leicht säuerlich. Weizen ist neutraler und lässt Butter, Käse oder Konfitüre den Vortritt – wie beim Original-Baguette oder der Walnuss-Stange aus französischem Mehl.
Frischhaltung & Bekömmlichkeit
Je höher der Roggen- und Sauerteiganteil, desto länger bleibt ein Brot saftig – ein Urstück trägt problemlos durch mehrere Tage. Lange Teigführung macht Brot zudem für viele Menschen bekömmlicher, weil die Fermentation einen Teil der Arbeit des Verdauens vorwegnimmt.
Die Faustregel der Oehme-Theke: fürs Abendbrot und die Woche ein Roggen- oder Mischbrot, fürs Wochenend-Frühstück und den Grillabend ein Weizenbrot. Wer beides will, nimmt den Bauern-Jungen – ein Roggenmischbrot mit krosser Kruste, das beide Welten verbindet.
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